VERSCHLEISSFESTER STAHL – BINAR 400 ( Druckversion )

Werksbezeichnung
Binar 400

Lieferzustand
Wasservergütet

Lieferbare Abmessung
Gemäß SZAG Lieferprogramm
Dicken < 60 mm

Chemische Zusammensetzung(max. Werte der Schmelzanalyse in %)

C Si Mn P S Cr Mo Ni Al
ca. ca.. ca. max. max. max. ca.. max.
0,18 0,50 1,40 0,015 0,005 1,20 0,50 1,20 >0,015

Zusätzlich: Ti oder/und Nb.
Wir behalten uns vor, die chemische Zusammensetzung zu ändern.

Mechanische Eigenschaften

Blechdicke Härte
< 60 mm 360-440 HB>

Prüfumfang
Schmelzweise eine Härteprüfung

Verarbeitung

Kaltumformung
Der Stahl ist unter Einhaltung eines Biegeradius > 6-mal Blechdicke längs und > 4-mal Blechdicke quer zur Walzrichtung kalt verformbar. Die Matritzenbreite für einen Biegewinkel von 90° sollte bei > 10-12-mal Blechdicke liegen. Beim runden mit Drei-Punkt-Biegewalzen sollte ein Walzenabstand von ca. 10-mal Blechdicke eingehalten werden. Die Oberflächen müssen reifenfrei sein, Grat muss entfernt werden. Gegebenenfalls empfiehlt sich ein Schmieren der Matritzen und/oder ein Biegen in mehreren Schritten. Eine Erwärmung über 250°C sollte vermeiden werden.

Warmumformung
Der Stahl ist zwischen 850 – 1000°C warmumformbar. Anschließend ist eine dem Lieferzustand entsprechende Vergütung durchzuführen.

Spananhebende Bearbeitung
Bohren mit kobaltlegierten Schnellarbeitsstählen HSSCO. Die Schnittgeschwindigkeit sollte bei ca. 6-10 m/min liegen.

Thermisches Schneiden
Bei Werkstofftemperaturen unter 5°C sollte bei Blechdicken < 30 mm vor dem Brennschneiden auf RT vorgewärmt werden. Darüber hinaus ist bis zu 30 mm ein Vorwärmen nicht erforderlich. Bei Größen von 30 mm bis 40 mm sollte die Vorwärmtemperatur bei 75°C, bei größeren Dicken bei 100°C liegen.

Schweißen
Der Stahl ist für alle bekannten Schweißverfahren geeignet. Ein Vorwärmen sollte entsprechend dem SEW 088 erfolgen. Grundsätzlich ist bis 20 mm ein Vorwärmen nicht erforderlich. Bei Werkstofftemperaturen unter 5°C sollte bei Blechdicken < 20 mm vor dem Schweißen auf ca. RT vorgewärmt werden. Für Blechdicken > 20 mm sollte die Vorwärmtemperatur bei 75°C und > 40 mm < 60 mm bei 100°C liegen. Bei der Wahl der Vorwärmtemperatur ist grundsätzlich der Eigenspannungslevel der Konstruktion zu berücksichtigen.
Die Zwischenlagentemperatur sollte 250°C nicht überschreiten. Bei der Elektrodenauswahl ist zu beachten, ob die Schweißnaht einer Verschleißbeanspruchung unterliegt.

Schweißzusatzwerkstoff

Schweißverfahren Elektronenbezeichnung
E-Hand mit Verschleißbeanspruchung
basisch umhüllte Stabelektroden
FOX EV 50, FOX EV 85 DIN 8529 Böhler
OK 48.00, OK 48.30, OK 55.00 DIN 8529, AWS A 5.1 ESAB
als Wurzel-und Füllage
FOX DUR 350, FOX EV 85 DIN 8529 Böhler
OK 83.50, OK 84.50 DIN 8555 ESAB
als Decklage
ohne Verschleißbeanspruchung
FOX EV 50, FOX A7 CN DIN 8529
OK 48.00, OK 48.30, OK 55.00 DIN 8529, AWS A 5.1 Böhler
als Wurzel-, Füll und Decklage ESAB
UP ohne Verschleißbeanspruchung
Flux 10.71/Autrod 12.20, Flux 10.62/Autrod 12.22 DIN 35522, DIN 8559 ESAB
als Wurzel-, Füll- und Decklage
mit Verschleißbeanspruchung
OK Flux 10.71/Tubrodur 15.52 DIN 32522, DIN 8555 ESAB
als Decklage
MAG mit Verschleißbeanspruchung
EMK6-D, EMK8-D, X 70-IG AWS A 5.28-96 Böhler
OK Autrod 12.51 (12.64), OK Tubrod 14.12 (15.05,15.06) ESAB
als Wurzel-, Füll-und Decklage
DUR 350-IG, X 70-IG AWS A 5.20, DIN 8559 Böhler
OK Tubrod15.50, OK Autrod 13.91 DIN 8555 ESAB
als Decklage
ohne Verschleißbeanspruchung
EMK6-D, EMK6-D, A7 CN-IG Böhler
OK Autrod 12.51, OK Tubrod 14.12 DIN 8559, AWS A 5.18/20/29 ESAB
als Wurzel-, Füll-und Decklage